Für betroffene Provenienzforscher:innen, die etwa in Landkreisen mit hohen Wahlergebnissen der AfD arbeiten oder gearbeitet haben, ist es schwer oder nicht möglich, öffentlich über ihre Erfahrungen von Einschüchterungen oder Anfeindungen von rechts zu sprechen. Auch beobachten wir, dass Kolleg:innen entgegen persönlicher Überzeugungen teils von einer entsprechenden, eindeutigen politischen Positionierung absehen (müssen).
Wir sammeln Erfahrungsberichte aus dem Arbeitsalltag von Provenienzforscher:innen. Diese anonymisierten Berichte werden ausgewertet, um systematisch zu erfassen, in welchen Arbeitsbereichen Einschränkungen, Bedrohungen und Angriffe seitens rechter Akteur:innen vorkommen. Wir dokumentieren diese Fälle vertraulich, um die Bedrohungslage noch präziser erfassen zu können. Das ermöglicht uns, die politisch motivierten Vorfälle gegenüber der Öffentlichkeit sichtbar zu machen und auch gegenüber Politiker:innen demokratischer Parteien noch dringlicher auf die Stärkung und den Schutz der Provenienzforschung zu pochen.
Unser Ziel: Mehr Schutz, Sichtbarkeit und politische Rückendeckung für die Provenienzforschung!
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